Speyer und speed4 suchen die schnellsten Grundschüler
Die WASGAU speed4-Schulmeisterschaft präsentiert von der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer bringt Kinder in Bewegung. Am 19. März 2012 startet der Wettbewerb, bei dem die schnellsten Grundschüler aus Speyer und Umgebung gesucht werden. Die Jungen und Mädchen können sich während der Vorrunde, die in den teilnehmenden Grundschulen ausgetragen wird, für das große Stadtfinale qualifizieren. Der Höhepunkt steht dann am Samstag, den 24. März, ab 10 Uhr im Volkswagen-Partner Neubeck Automobile an. Dort werden die Schnellsten unter Speyers Schülerinnen und Schülern gekürt.
Übrigens: Alle Kinder, die sich in ihrer Grundschule nicht für das Finale qualifizieren konnten, haben am Finaltag selbst die Möglichkeit, noch den Sprung in den Endlauf zu schaffen. Jeweils eine halbe Stunde vor dem Start der Finalläufe der einzelnen Altersklassen finden Qualifikations- und Trainingsläufe statt.
„Wir bewegen Kinder“
Der Computer gestützte Laufparcours speed4 begeistert Schüler wie Lehrer, Vereinssportler genauso wie deren Trainer und nicht zuletzt die Eltern aller Beteiligten. Worin liegt nun aber das Geheimnis des Laufspiels, welches unter dem Motto „Wie bewegen Kinder“ auftritt?
„Die speed4 zu Grunde liegende Idee ist super, weil Kinder durch das Laufspiel zur Bewegung animiert werden. Der Wettbewerb vermittelt einen Anreiz zur Leistungssteigerung, womit im Ergebnis auch Charaktereigenschaften wie Zielstrebigkeit, Leistungswille und Ehrgeiz gefördert werden. Diese Eigenschaften sind für Jungen und Mädchen in ihrem schulischen Alltag wichtig. Getragen wird speed4 von der Begeisterung der Kinder, die kaum zu bremsen sind.“
Monika Kabs - Bürgermeisterin der Stadt
Speyer und Schirmherr der Speed 4
Schulmeisterschaft
Frau Monika Kabs, Hand aufs Herz: Hätte Sie als Grundschüler die speed4-Schulmeisterschaft begeistert?
Sicherlich wäre ich zu meiner Zeit begeistert über dieses Angebot gewesen. Alles, was mit Bewegung zu tun hatte, habe ich geliebt und bin dem gerne, vielleicht auch mal zum Leidwesen meiner Lehrer, nachgekommen. Der Schulalltag von damals, beginnend schon mit dem Weg zur Schule zu Fuß, hat sich im Vergleich zur heutigen Zeit gewandelt. Wir waren als Kinder viel in Bewegung und haben das auch richtig und gerne ausgelebt. Jedes weitere Angebot sich sportlich zu betätigen, hätte meinen Schulalltag bereichert.
Was hat sich in Bezug auf Sport, Bewegung und Freizeitgestaltung im Vergleich zwischen Ihrer Schulzeit und dem heutigen Alltag der Grundschüler verändert?
Bewegung ist ein elementares Bedürfnis eines jeden Kindes und unerlässlich für eine optimale körperliche Entwicklung in den Bereichen der Grob –und Feinmotorik. Was ein Kind nicht frühzeitig erlernt und trainiert kann nur schwerlich im weiteren Leben aufgeholt werden. Insbesondere aus diesem Grund ist es dringende Aufgabe vielfältige Angebote diesbezüglich unseren Kindern und Jugendlichen anzubieten. Hierbei übernehmen Schule und Vereine, sowohl in öffentlicher als auch privater Trägerschaft, eine wichtige Aufgabe als Teil der gesamten Entwicklung unseres Nachwuchses.
Insbesondere die mediale Präsenz, ich nenne hier beispielsweise das Internet, Fernsehen, Spielkonsolen etc., haben in unserem Leben einen zentralen Platz eingenommen. Oft müssen Kinder auch alleine zu Hause bleiben weil Eltern arbeiten gehen, oft vielleicht auch nur ein Elternteil zur Verfügung steht und die Erziehung übernommen hat. Der Anreiz eines, vielleicht auch unkontrollierten Medienkonsums, ist ungleich höher, als zu vergangener Zeit.
Es ist dringende Aufgabe von Eltern und öffentlichen bzw. privaten Trägerschaften hier Anreize zu schaffen, die der körperlichen Entwicklung zu Gute kommen.
Sind Sie mit dem sportlichen Angebot in Speyer, welches von den Schulen, Vereinen und Initiativen getragen wird, grundlegend zufrieden?
Neben dem gemäß Lehrplan vorgeschriebenen Schulsport bieten viele Bildungseinrichtungen ergänzende Arbeitsgemeinschaften auf freiwilliger Basis an. Hier können vielfältige Sportarten weiterführend ausgeübt und vertieft werden.
Neben den schulischen Einrichtungen sind wir in Speyer in der glücklichen Lage auf ein vielfältiges Angebot in Bezug auf eine sportliche Betätigung je nach Neigung und Temperament zur Verfügung stellen zu können. Unsere Sportvereine bieten beste Möglichkeiten, sowohl im Breitensport, beginnen mit der frühkindlichen Erziehung, bis zur Heranführung an einen leistungsorientierte Ausübung in der gewählten Sportart. Für jeden ist hier etwas dabei und die Vereine freuen sich über jeden Nachwuchs. Z.Zt. haben wir in Speyer ca. 50 Sportvereine, die hier in Frage kommen.
Welchen Impuls erhoffen Sie sich durch die speed4-Schulmeisterschaft?
Sportfeste wie auch Meisterschaften bieten die Gelegenheit eine breite Öffentlichkeit für ein Thema zu interessieren. Hier sehe ich zusätzlich die weitere Chance einer Nachhaltigkeit über den Tag hinaus, insbesondere durch die Vergleichbarkeit der Leistungen dokumentiert in einer computergestützten Auswertung. Dies gibt Anreiz und Motivation zur Erhaltung oder gar Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Gerade das muss unser Ziel sein, eine dauerhafte ja für jeden selbstverständliche Fitness über die Schulzeit hinaus erreichen zu wollen. Das geht nun mal nur mit Bewegung.
Was kann die Politik noch mehr tun, um sportliche Betätigung bei Kindern in Speyer zu fördern?
Die Verwaltung steht in einem engen Kontakt mit Schulen und Vereinen. Maßnahmen werden gemeinsam geplant und abgestimmt. Im Rahmen der etablierten Gremien werden Aktionen projektiert und in konkrete Angebote umgesetzt.
Beispielsweise möchte ich hier die regelmäßige Ausrichtung eines Turniers „Mitternachtsfußball“ ansprechen, das tatsächlich spät abends stattfindet und gerne von Jugendlichen wahrgenommen wird. Die Ausrichtung teilen sich gemeinsam Verwaltung und Vereine.
Hier könnte ich mir vorstellen, dass weitere Sportarten auch außerhalb der Vereinsarbeit als Aktion angeboten werden. Unterschiedliche Altersschichten und Interessen müssen angesprochen werden. Spezielle Angebote für Mädchen oder Jungs, aber auch für Beide sind hier ebenfalls zu berücksichtigten.
Dies könnte für manchen Teilnehmer das Interesse wecken sich vielleicht doch in einem Verein zu betätigen, was zweifelsohne für alle Seiten von Vorteil wäre.
Ideen und Maßnahmen sind nur dann erfolgreich, wenn sie ihre Zielgruppe erreichen. Dies erfordert ein umfassendes Kommunikationskonzept in dem alle Beteiligten eingebunden sind daran dann auch teilnehmen.
Ich möchte schließen mit den Worten des römischen Dichters und Philosophen Iuvenal im zweiten Jahrhundert, der sinngemäß sagte: „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“.
Lust auf Bewegung muss Spaß machen – dies gilt es zu fordern und zu fördern.
Nur wer frühzeitig lernt sich gerne zu bewegen, bleibt geistig und körperlich fit bis ins hohe Alter
Bürgermeisterin
Monika Kabs



